Untermeerische Beben

Ein erheblicher Anteil der weltweiten Erdbebenherde liegt unter dem Grund der Ozeane. Die meisten dieser Seebeben entwickeln sich entlang des Pazifischen Feuerrings, einer Vulkan- und Erdbebenzone rund um den Pazifischen Ozean.

Subduktionszonen

Ebenso wie bei den Beben, deren Epizentren auf dem Festland liegen, geht eine besonders große Erdbebengefahr von den Subduktionszonen aus. Diese Zonen erstrecken sich häufig entlang der Plattengrenzen zwischen ozeanischen und kontinentalen Erdplatten. Im Normalfall schiebt sich eine ozeanische unter eine kontinentale Platte und kann hierbei besonders kräftige Beben (und Tsunamis) auslösen.

Mittelozeanische Rücken

Ein weiterer, bedeutender Ursprung von Erdbeben sind die „Mittelozeanischen Rücken“. Dabei handelt es sich um Schwächezonen auf dem Meeresgrund, die zugleich Grenzen von Kontinentalplatten darstellen. Sie verlaufen durch den Atlantischen, Indischen und Pazifischen Ozean.

An den Mittelozeanischen Rücken bewegen sich jeweils zwei Kontinentalplatten voneinander weg und verbreitern somit die Ozeane. Dieser Vorgang trägt auch die englische Bezeichnung „Sea Floor Spreading“. Zum Beispiel verbreitert sich der Atlantische Ozean jährlich um rund zwei Zentimeter. In der Spreizungszone entstehen Spalten und Risse in der Erdkruste, die wiederum Vulkanausbrüche und Erdbeben zur Folge haben.

Gefahr für die Menschen

Die meisten untermeerischen Beben bleiben für menschliche Ansiedlungen folgenlos. Tsunamis (Riesenwellen) bilden sich nur unter bestimmten, eher unwahrscheinlichen Bedingungen. Kommt es aber doch zu einem Tsunami, können Schäden im Umkreis von Tausenden von Seemeilen entstehen. Die Wellen breiten sich mit hoher Geschwindigkeit aus und verlieren dabei nur langsam an Energie. Im Extremfall ist ein Tsunami an den Küsten der ganzen Welt spürbar.

Mehr Informationen über die Entstehung der Riesenwellen gibt es hier.