Erdbeben auf den Salomonen

Die Salomonen sind ein selbständiger Inselstaat, der sich östlich an Papua-Neuguinea anschließt. Erst seitdem Erdbeben praktisch weltweit erfasst werden, sind auch die Beben im Pazifischen Ozean gut dokumentiert.

Tektonische Ursachen

Die tektonischen Ausgangslagen von Papua-Neuguinea und den Salomonen sind in den wichtigsten Grundzügen miteinander vergleichbar: In beiden Fällen drückt die Australische Kontinentalplatte gegen die Pazifische Platte. Beiderseits der Plattengrenze entstehen Spannungen und Verschiebungen in der Erdkruste, die sich in Erdbeben und Vulkanausbrüchen äußern.

Ausgewählte historische Erdbeben

Zu der gesamten Inselgruppe zählen mehr als 1000 Inseln, die aber eher dünn besiedelt sind. In dem großen Meeresgebiet, etwa zwischen dem 4. und 13. südlichen Breitengrad, treten vor allem untermeerische Beben auf. Epizentren direkt auf den Inseln sind eine Ausnahme.

Erdbebenkarte der Salomonen:


A: Seebeben Gizo/New-Georgia-Archipel (2. April 2007) – Magnitude 8,1
B: Seebeben südlich der Santa-Cruz-Inseln (7. Oktober 2009) – Erdbeben 7,8
C: New-Georgia-Archipel (3. Januar 2010) – Magnitude 7,1
D: Seebeben bei Santa-Cruz-Inseln (6. Februar 2013) – Magnitude 8,0

Besonders schwere Beben

Manche Erdbeben bei den Salomonen sind sehr energiereich und weisen Magnituden von über 8,0 auf. Die resultierenden Tsunamis treffen aber oft auf unbewohnte Küstenstreifen, wo sie kaum Schaden an der menschlichen Zivilisation anrichten. Das bislang jüngste schwere Beben ereignete sich 2013 im Seegebiet zwischen den Salomonen, Vanuatu und Neukaledonien (Markierung D). Es verzeichnete eine Magnitude von 8,0 und tötete etwa zwei Dutzend Menschen.

Auch bei anderen Inselgruppen des Pazifischen Ozeans bebt immer wieder der Meeresboden. Häufig betroffen ist beispielsweise Samoa. Viele dieser Ereignisse werden aber nur von wenigen Menschen registriert – und von aufmerksamen Seismologen.