Erdbeben in Myanmar

Das Land Myanmar, das auch unter dem historischen Namen Burma bekannt ist, grenzt östlich an Indien. Es befindet sich an einer wichtigen Nahtstelle zwischen der indischen Kontinentalmasse und Südostasien.

Tektonische Ursachen

Von Norden nach Süden zieht sich die so genannte „Sagaing-Verwerfung“ quer durch das Land Myanmar. Sie bildet die Grenze zwischen zwei Erdplatten: der Indischen Kontinentalplatte im Westen und der Sunda-Platte im Osten. (Die Sunda-Platte wird von Wissenschaftler manchmal auch als Teil der riesigen Eurasischen Kontinentalplatte aufgefasst.)

Die Indische Platte bewegt sich nach Nordosten, wobei sich zu der Sunda-Platte ein Geschwindigkeitsunterschied von knapp zwei Zentimetern pro Jahr ergibt. Anders ausgedrückt: Beide Erdplatten schrammen und gleiten aneinander vorbei und lösen bei diesem Prozess Erdbeben aus.

Ausgewählte historische Erdbeben

Starke Beben können sowohl auf der westlichen als auch auf der östlichen Seite der Sagaing-Verwerfung entstehen. In der Karte finden sich zwei Erdbeben auf der östlichen Seite.

Erdbebenkarte von Myanmar:


A: Pegu/Pyu (4. Dezember 1930) – Magnitude 7,3
B: Tali (24. März 2011) – Magnitude 6,9

Extrem hohe Opferzahlen sind bei den Beben des 20. und 21. Jahrhunderts nicht zu beklagen gewesen. Das Erdbeben von 2011 (Markierung B) hatte auch Auswirkungen auf die Nachbarländer China, Laos und Thailand. Nicht ganz geklärt sind die Folgen des Bebens aus dem Jahr 1930 (Markierung A). Möglicherweise führte dies auch zu einem Tsunami mit mehreren Hunderten Toten.