Erdbeben in Japan

Kein anderes Industrieland ist so stark erdbebengefährdet wie Japan. Kräftige Beben gehören hier beinahe zum Alltag. Viele moderne japanische Bauten sind besonders stabil und bebensicher errichtet. Dass dies eine trügerische Sicherheit bietet, musste Japan beim Tōhoku-Erdbeben 2011 erleben, bei der vor allem Fukushima eine traurige Berühmtheit erreichte. Ein weiteres starkes Beben (Magnitude 7,3), das die Region um Fukushima am 21. November 2016 erschütterte, blieb ohne nennenswerte Folgen.

Tektonische Ursachen

Fast unmittelbar vor der japanischen Pazifikküste treffen gleich vier Erdplatten aufeinander: die Eurasische Platte im Westen, die Philippinische Platte im Süden, die Pazifische Platte im Osten sowie die Ochotskplatte (als Teil der Nordamerikanischen Platte) im Norden. Diese brisante Konstellation ist für die außerordentlich große Erdbebengefahr in Japan verantwortlich. Der Großraum Tokio mit seinen über 30 Millionen Einwohnern liegt in der Region höchster Gefährdung.

Wichtigster Erdbebenauslöser ist die Pazifische Platte (annähernd gleichzusetzen mit dem Boden des Pazifischen Ozeans). Diese Platte schiebt mit der für Plattenbewegungen extrem hohen Geschwindigkeit von rund zehn Zentimetern jährlich nach Nordosten. Wo der Ozeanboden auf die Eurasische Platte trifft, sinkt er in Richtung des Erdmantels nach unten (Subduktion genannt). Hier entstehen auf pazifischer Seite Tiefseegräben, die zu den tiefsten der Welt zählen, sowie auf asiatischer Seite Inselketten und Vulkane. Auch der gebirgige Inselstaat Japan verdankt seine Entstehung letztlich den tektonischen Bewegungen.

Ausgewählte historische Erdbeben

Die Epizentren japanischer Erdbeben reihen sich mehrheitlich entlang der Ostküste auf. Dies entspricht dem Verlauf des „Pazifischen Feuerrings“ – jener Zone hoher tektonischer Aktivität rund um den Pazifischen Ozean.

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Besonders schwere Beben

Das Tōhoku-Erdbeben vom 11. März 2011 (Markierung J) zählt mit einer Magnitude von 9,0 zu den allerstärksten jemals gemessenen Beben. Es löste in Japan eine Dreifach-Katastrophe aus: den primären Gebäudeschäden folgte ein zerstörerischer Tsunami und schließlich der Super-GAU im Kernkraftwerk von Fukushima-Daiichi. Der Tsunami, auf dessen Konto die meisten der etwa 18.000 Todesopfer gingen, war zwischen zehn und 38 Metern hoch. Gerade die Höhe und Wucht der Riesenwelle hat viele Einwohner, Planer und Politiker überraschend getroffen. Die meisten Tsunami-Schutzmauern in den betroffenen Gebieten erwiesen sich als zu niedrig.

Mit einem geschätzten Schaden von rund 200 Milliarden Euro war das Tōhoku-Erdbeben im gut versicherten Japan die vermutlich teuerste Naturkatastrophe aller Zeiten.

Wesentlich mehr Todesopfer forderte das „Große Kantō-Erdbeben“ aus dem Jahr 1923 (Markierung G). Über 140.000 Menschen starben durch Trümmer und anschließende Feuersbrünste. Betroffen war die Kantō-Ebene nahe der Hauptstadt Tokio. Die großen Zerstörungen an Holz- und Ziegelbauten führten zu einem Umdenken im japanischen Baustil, sodass Stahlbeton zum dominierenden Baustoff wurde.

Tektonische Situation bei Japan

Tektonische Situation bei Japan – By Tectonic_plates_boundaries_detailed-fr.svg: Eric Gaba (Sting)derivative work: Maximilian Dörrbecker (Chumwa) (Tectonic_plates_boundaries_detailed-fr.svg) [CC-BY-SA-2.5], via Wikimedia Commons

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