Erdbeben in Italien

Neben Griechenland ist Italien das europäische Land, in dem die Erde am häufigsten und am stärksten bebt. Betroffen sind vor allem Süditalien und Sizilien.

Von August bis Oktober 2016 wurde Zentralitalien von einer ganzen Serie außergewöhnlich schwerer Erdbeben getroffen. Den Anfang machte das Beben vom 24. August. Die Erschütterungen der Stärke 6,2 zerstörten mehrere Bergdörfer in den Apenninen. Viele Häuser in Norcia, Accumoli und anderen Orten sind unbewohnbar geworden, fast 300 Menschen starben. Am 26./27. Oktober folgten zwei weitere heftige Beben – diesmal östlich der Apenninen. Das Erdbeben vom 30. Oktober traf erneut die Region um Norcia und war mit einer Magnitude von 6,6 das stärkste dieser Serie.

Tektonische Ursachen

Im Zentrum der Erdbebenaktivitäten steht die Apulische Platte. Dabei handelt es sich um eine kleine Erdplatte, auf der der größte Teil Italiens liegt. Großräumig betrachtet wirkt die Apulische Platte, die auch „Apulischer Sporn“ genannt wird, wie eine Art Meißel, der gegen die Alpen drückt: Die Afrikanische Kontinentalplatte schiebt im Süden gegen die Apulische Platte, die den Druck nordwärts an die Eurasische Platte und die Alpen „weitergibt“.

Vor allem die Kollisionszone zwischen der Afrikanischen und der Apulischen Platte ist hochgradig von Erdbeben gefährdet. Die Nahtstelle, an der sich sehr große Spannungen im Gestein aufbauen können, verläuft quer durch die Insel Sizilien.

Ausgewählte historische Erdbeben

In angesprochene Erdbebenhäufung im Süden Italiens lässt sich auch auf der Karte erkennen. Weitere Zentren liegen in den Abruzzen in Mittelitalien sowie im Raum Neapel.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von Erdbebenkarte von Italien nachzuladen. YouTube bzw. Google Maps speichern eventuell persönliche Daten.
Inhalt laden

PGJyIC8+CjxpbWcgc3JjPSJodHRwOi8vbWFwcy5nb29nbGVhcGlzLmNvbS9tYXBzL2FwaS9zdGF0aWNtYXA/Y2VudGVyPTQxLjcsMTIuNTcmIzAzODt6b29tPTYmIzAzODtzaXplPTYwMHg1MjAmIzAzODttYXJrZXJzPWNvbG9yOnJlZHxsYWJlbDpBfDQwLjc1LDE0LjUmIzAzODttYXJrZXJzPWNvbG9yOnJlZHxsYWJlbDpCfDQ1LjMsMTEuMCYjMDM4O21hcmtlcnM9Y29sb3I6cmVkfGxhYmVsOkN8MzcuMjIsMTQuOTUmIzAzODttYXJrZXJzPWNvbG9yOnJlZHxsYWJlbDpEfDQwLjg1LDE0LjI3JiMwMzg7bWFya2Vycz1jb2xvcjpyZWR8bGFiZWw6RXw0MC44NSwxNC4yNyYjMDM4O21hcmtlcnM9Y29sb3I6cmVkfGxhYmVsOkZ8MzcuMywxNS4xJiMwMzg7bWFya2Vycz1jb2xvcjpyZWR8bGFiZWw6R3wzOC4zLDE1Ljk3JiMwMzg7bWFya2Vycz1jb2xvcjpyZWR8bGFiZWw6SHw0MC41LDE2LjUmIzAzODttYXJrZXJzPWNvbG9yOmJsdWV8bGFiZWw6SXwzOC4xNSwxNS42OCYjMDM4O21hcmtlcnM9Y29sb3I6cmVkfGxhYmVsOkp8NDIuMCwxMy43JiMwMzg7bWFya2Vycz1jb2xvcjpyZWR8bGFiZWw6S3w0Mi43OTIsMTMuMDk1JiMwMzg7a2V5PUFJemFTeUMtdFpETldjTlUxM0pZNjRPS1VzYzQwejdMM3A0SmJEdyIgYWxpZ249ImxlZnQiIGFsdD0iRXJkYmViZW4gaW4gSXRhbGllbiIgLz48YnIgLz5BOiBQb21wZWppICg2MyBuLkNoci4pPGJyIC8+QjogVmVyb25hICgzLiBKYW51YXIgMTExNykgJiM4MjExOyBNYWduaXR1ZGUgY2EuIDc8YnIgLz5DOiBTeXJha3VzICg0LiBGZWJydWFyIDExNjkpPGJyIC8+RDogTmVhcGVsICg1LiBEZXplbWJlciAxNDU2KTxiciAvPkU6IE5lYXBlbCAoMzAuIEp1bGkgMTYyNiksIHZlcmRlY2t0IHZvbiAmIzgyMjI7RCYjODIyMDs8YnIgLz5GOiBPc3Rrw7xzdGUgdm9uIFNpemlsaWVuICgxMS4gSmFudWFyIDE2OTMpICYjODIxMTsgTWFnbml0dWRlIDcsNDxiciAvPkc6IEthbGFicmllbiAoNS4gRmVicnVhciAxNzgzKSAmIzgyMTE7IE1hZ25pdHVkZSA3LDA8YnIgLz5IOiBNb250ZW11cnJvL0Jhc2lsaWNhdGEgKDE2LiBEZXplbWJlciAxODU3KSAmIzgyMTE7IE1hZ25pdHVkZSA3LDA8YnIgLz5JOiBNZXNzaW5hICgyOC4gRGV6ZW1iZXIgMTkwOCkgJiM4MjExOyBNYWduaXR1ZGUgNywyPGJyIC8+SjogQXZlenphbm8gKDEzLiBKYW51YXIgMTkxNSkgJiM4MjExOyBNYWduaXR1ZGUgNywwPGJyIC8+SjogTWVzc2luYSAoMjguIERlemVtYmVyIDE5MDgpICYjODIxMTsgTWFnbml0dWRlIDcsMjxiciAvPks6IE5vcmNpYSAoMjQuIEF1Z3VzdCB1bmQgMzAuIE9rdG9iZXIgMjAxNikgJiM4MjExOyBNYWduaXR1ZGUgNiwyLzYsNjxiciAvPgo=

Besonders schwere Beben

Die häufigsten Katastrophen ereigneten sich in Sizilien. Während im Jahr 1169 noch 15.000 Menschen südlich des Vulkans Ätna starben (Markierung C), forderte das Beben 1693, das dieselbe Region erschütterte, schätzungsweise 60.000 Menschenleben (Markierung F). Die schwerste Katastrophe schlug allerdings rund 100 Kilometer weiter im Nordosten zu: Im Jahr 1908 lag ein Epizentrum mit der Magnitude 7,1 direkt unter der sizilianischen Stadt Messina (Markierung I). Nicht nur Messina, sondern auch Reggio Calabria auf dem gegenüberliegenden italienischen Festland wurde dem Erdboden gleich gemacht. Den Erdstößen folgte ein zwölf Meter hoher Tsunami. Nach seriösen Schätzungen starben mehr als 120.000 Menschen.

Weitere Katastrophenbeben in Italien waren 1783 in der Region Kalabrien (Markierung G, etwa 50.000 Todesopfer) sowie in Avezzano (Markierung J, über 30.000 Tote). Über die vergangenen Jahrhunderte waren die teilweise abgelegenen Bergregionen der Abruzzen, in denen auch Avezzano liegt, mehrfach Schauplatz von Erdbeben, die etliche Tausend Menschenleben forderten.

Cookie-Einstellung

Bitte treffen Sie eine Auswahl. Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter Hilfe.

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.
  • Nur First-Party-Cookies zulassen:
    Nur Cookies von dieser Webseite.
  • Keine Cookies zulassen:
    Es werden keine Cookies gesetzt, es sei denn, es handelt sich um technisch notwendige Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Alles über Erdbeben. Alles über Erdbeben

Zurück